Neuheiten Juli 2026
McLaren 788HS
Es geht McLaren nicht besonders gut, leider. Wir mögen sie ja, die Briten, so ein 750S ist halt weiterhin etwas vom Besten, was man für (viel) Geld kaufen kann. Zwar ist anscheinend jetzt die Produktion des W1 angelaufen, doch das ist halt die unfassbar teure Nische, das wird die Marke nicht retten. Und der neue 788HS auch nicht. Denn er zeigt das Problem von McLaren sehr deutlich auf: Der ist zwar neu, aber nichts Neues. Immer genau das gleiche Design, weiterhin der 4-Liter-V8, wenn auch jetzt mit 788 PS/800 Nm, ein bisschen neue Aero, andere Farben, that’s it. Ganz sicher wieder ein Wunderding, wiegt auch nur 1265 Kilo (siehe Porsche 911 Turbo S), aber, hmm.
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Dacia Striker
Es war klar, schon lange angekündigt: Dacia will sich höher positionieren, auch ein bisschen auf Lifestyle, sich hübsch machen. Der Striker – deutsch ausgesprochen hat das jetzt nicht den besten Klang – ist quasi die Kombi-Version des Bigster, nur 1,53 Meter statt 1,71 Meter hoch, dafür ein bisschen länger, 4,62 Meter anstatt 4,57 Meter. Punkten will er nicht nur optisch, sondern auch mit 600 Liter Kofferraumvolumen, ansonsten kennt man das Spiel, im Innenraum und auch bei den Antrieben (140 bis 155 PS, auch als 4×4 erhältlich) ist alles Bigster. Eine Preisliste gibt es noch nicht, doch es soll bei unter 25’000 Euro losgehen. Wir hoffen, dass bei Dacia der Sandero nicht auf ein Abstellgleis gerät.
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Hennessey Venom F5-M
Man kriegt in Europa nicht viel mit vom Hennessey Venom F5. Obwohl der Amerikaner unter den Hypercar schon eine ganz spezielle Maschine ist, 6,6-Liter-V8 mit über 2000 PS. Diesen «Fury»-Motor koppelt Hennessey jetzt beim F5-M mit einem echten manuellen 6-Gang-Getriebe (siehe auch unten, Ferrari mit Manuale). 12 Stück sollen entstehen, ab 2,65 Millionen Dollar darf man mitspielen.
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Bizzarrini 5300 Aperta Lusso

Ja, wir haben es so ein bisschen mit Bizzarrini. Und ja, wir haben auch schon davon berichtet, dass da in England seit 2020 «Nuova Classica» entstehen, auf hohem Niveau. Da war es jetzt länger ruhig, wir wissen auch nicht, ob da tatsächlich Autos gebaut/verkauft werden (der angekündigte Giotto auf jeden Fall nicht…), doch jetzt kommen doch wieder einmal Nachrichten. Und zwar von einem halboffenen Bizza, als Aperto Lusso bezeichnet. Es sei dies immer der Traum von Giotto Bizzarrini gewesen, erzählt das geduldige Papier. Naja, es gab drei offene Bizzarrini (Prototyp 1966, zwei Exemplare 1968), von daher ist das Thema jetzt nicht wirklich neu, aber man kann es ja mal versuchen. 10 Stück sollen entstehen.
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Toyota GR GT

Es wurde hier nie berichtet über den Toyota GR GT. Aber aktuell schleppen die Japaner das Teil quer durch Europa und durch alle Influenza-Kanäle, zahlen ein paar Laubbläsern eine warme Mahlzeit und ein schönes Hotel und sicher auch ein paar Scheine Spaziergeld, damit sie dann über «eine immersive, multisensorische Erfahrung, in der Fahrer und Fahrzeug zu einer Einheit verschmelzen» berichten. Da sieht man dann zarte Händchen über Alcantara streicheln, von der Handwerkskunst erzählen, von der unfassbaren Schönheit dieses Automobils. Halt, Stop: Schauen Sie sich bitte das Bild des Toyota GR GT genau an. Akio Toyoda – auch bekannt als Master Driver Morizo – hatte uns «no more boring cars» versprochen (das hat er eh nicht eingehalten, siehe zuletzt etwa RAV4), aber mir wäre eine gepflegte Langeweile nun deutlich lieber als diese ausgesprochene Hässlichkeit. Beim Design dieses Fahrzeugs stimmt gar nichts, da ist null Harmonie, die Verhältnisse von Radstand zu Höhe und Breite sind komplett absurd, das kleine Hüttchen hinter der warum so langen Motorhaube absolut verloren, das Heck ein brutaler Absturz hinter einem kümmerlichen Bürzel. Und kommt mir jetzt nicht mit «form follows function» – da ist ja selbst der Ferrari-Lutscher eine elegante Schönheit dagegen. Andererseits: Vielleicht liege ich ja falsch, Toyota hat gar kein Designproblem, schliesslich verkaufen die Japaner weltweit mit Abstand am meisten Autos, so Yaris Cross und C-HR+ und Urban Cruiser. Die ich alle auch nicht auf meinem Vorplatz stehen haben möchte, auf gar keinen Fall.
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Ferrari mit Manuale

Also jetzt einmal unter uns Klosterschwestern: Wenn ich Erdbeeren habe, die als Morcheln anschreibe und als solche verkaufen will, dann sagt der potenzielle Käufer doch, irgendetwas wird er schon sagen, aber freundlich ist es wahrscheinlich nicht. Ferrari – ja, das ist diese einst so grossartige italienische Marke, die aber grad auch noch einen Strom-Lutscher verkaufen muss – schreibt nun also einen Zwölfzylinder (übersetzt: 12cilindri) mit Morcheln, sorry, Manuale an, obwohl im Kistchen Erdbeeren sind, also ein Doppelkupplungsgetriebe. Nun weiss auch das kleine Kind, dass ein solches kein manuelles Getriebe ist, da kann man jetzt zwar einen Schaltknüppel anstelle der üblichen Paddels zur Aktivierung hindödeln, sogar ein Kupplungspedal gibt es, aber Morcheln bleiben Morcheln, in diesem Fall vielleicht sogar «phallus impidicus» (man lese bitte den entsprechenden Text, hier). Es heisst, man könne sich beim Manuale auch verschalten, was ist dann, insert coin, eines der sieben Motorenleben weg – oder direkt zu einem Service für 12k? Ist auch ein virtuelles Knirschen im Gebälk einprogrammiert, verreckt die Kiste, wenn man am Berg nicht sauber mit der Kupplung arbeitet – oder wäre das Hollywood-Barbie dann damit doch überfordert? Man muss sich wirklich Sorgen machen. Nicht um die Morchel, die wird sich schon verkaufen – auch wenn man dazu noch so einen Lutscher bestellen muss…
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BMW X5
Der elektrische Ford Mustang hat auch diese komischen Türgriffe, die man als Kleiderhaken gebrauchen kann. Design wie eine Burg auf einem Berg, vorne ein Kinderfresser-Schlund. Vier X als Leuchtstoff. Aber technologisch der grösste nur denkbare Spagat: Der neue X5 kommt mit klassischen Diesel und Benzinern (vorerst nur Sechszylinder, doch der V8 wird folgen), aber auch als Plug-in-Hybrid (612 PS…), reiner Stromer und in einer Kleinserie sogar noch mit Wasserstoff. Beim Stromer gibt es selbstverständlich 800-V-Architektur, einen Riesen-Akku (141 kWh), eine Ladeleistung von bis zu 460 kW – und ein Gewicht von 2,9 Tonnen. Kommt dann alles ab November 2026, günstig wird das sicher nicht.
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McMurtry Spéirling Pure
Schon länger fahren Prototypen des McMurtry Spéirling so ziemlich alles in Grund und Boden, was sich über Land bewegt. Jetzt haben die Briten die Serienversion des Einsitzers vorgestellt, der aber vorerst nur auf die Rennstrecke darf. Etwa 1000 PS, eine 100-kWh-Batterie, 1,6 Sekunden für 0/100. Vor allem aber dieses Ventilatorsystem zur Erzeugung von künstlichen Anpressdruck, 2000 Kilo Abtrieb sind es schon im Stillstand. Damit sind Querbeschleunigungen und Bremswerte mit 3g möglich. 995’000 Pfund, die ersten Kundenfahrzeuge werden noch in diesem Jahr ausgeliefert.
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