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Iso Rivolta Zagato GTZ

Published in radical-mag.com

äh?

Zagato war einst einer der ganz Grossen (wobei wir eigentlich nur die Vorkriegsautos und die Entwürfe von Ercole Spada wirklich toll finden). Es gibt Zagato immer noch, und dann und wann haut Andrea Zagato ein Ding raus, am liebsten mit Aston Martin (auch bekannt dafür, keine Ideen zu haben). Bei diesen hält sich zumindest unsere Begeisterung meist in sehr engen Grenzen, über Farben und Geschmack soll man aber bekanntlich nicht streiten. Doch jetzt vergreift sich Zagato an Bizzarrini. Stimmt nicht, geplant hatte er das schon lange, auf der unsäglichen und zum Glück zu Tode gestorbenen Grand Basel zeigte er 2018 einen ersten Entwurf; jetzt legt er nach, im Oktober dann sollen alle Einzelheiten bekannt werden. Was man in Sachen Technik schon weiss: der Iso Rivolta Zagato GTZ basiert auf einer älteren Corvette Z06. Gab es wohl günstig auf einer Internet-Plattform.

Und wieso schreiben wir: Bizzarrini? Also, der Iso Grifo A3/C, als dessen Nachfolger Andrea Zagato seinen Iso Rivolta Zagato GTZ bezeichnet, war eine Konstruktion von Giotto Bizzarrini. Die ersten 19 Exemplare trugen den Namen von Iso, weil Renzo Rivolta das Projekt finanziert hatte, aber mit dem A3/C rein gar nichts zu tun haben wollte (es gab ja dann noch den A3/L, aber das ist eine ganz andere Geschichte). Wichtig jetzt: Zagato hatte mit den Bizzarrini (und überhaupt den Iso) rein gar nichts zu tun. Null, nada, niente. Aber: Andrea Zagato ist mit Marella Rivolta verheiratet, der Enkelin von Renzo Rivolta. Und da hat man wohl irgendwelche Namensrechte. Und die muss man irgendwie nutzen. Auch wenn da null Zusammenhang besteht. Der Iso Rivolta Zagato GTZ sieht übrigens aus wie alle modernen Zagato-Entwürfe: nichtssagend. Man könnte auch SsangYong drauf schreiben oder Toyota. Trotzdem sollen 19 Stück (sic!) entstehen.

Schöne Klassiker haben wir in unserem Archiv.

Der Beitrag Iso Rivolta Zagato GTZ erschien zuerst auf radicalmag.