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Sayonara: Subaru WRX STI S209

Published in radical-mag.com

Höhepunkt

Tja, mit den WRX STI von Subaru ist es halt auch nicht mehr, wie es einmal war. Zwar steht auch in Europa noch ein Impreza im Angebot, zwar gibt es in den USA und Japan auch einen WRX, kürzlich wurde für den japanischen Markt sogar ein neuer STI (S210) vorgestellt, 2,4-Liter-Boxer, 300 PS, 375 Nm maximales Drehmoment, auf 500 Exemplare limitiert. Doch es ist halt nicht mehr wie früher, dieser neue STI fährt ein CVT-Getriebe spazieren, das ist wohl nicht unbedingt das, was sich die Fans jetzt wirklich wünschen. Ob je wieder ein WRX STI nach Europa kommt – unwahrscheinlich.

Und deshalb blenden wir jetzt gar nicht mal so weit zurück ins Jahr 2019. Da gab es – zumindest in den USA – noch einmal einen letzten richtig groben WRX STI, als S209 bezeichnet. Der Kracher holte 345 PS aus dem betagten EJ25-2,5-Liter-Vierzylinder-Turbo-Boxer. Dafür ersetzte man den Turbo durch ein Exemplar von HKS mit grösserer Turbine und grösserem Verdichter; ausserdem wurde der Ladedruck auf 1,24 bar angehoben. Im Inneren kamen geschmiedete Kolben und Pleuel zum Einsatz, die Ansaugung wurde überarbeitet, eine Hochleistungs-Benzinpumpe und grössere Einspritzdüsen installiert, polierte Abgaskrümmer sorgten für die Show unter der Haube. Neu war auch eine Auspuffanlage mit 17 Prozent weniger Abgasgegendruck. Und dann waren da noch die zwei Knöpfe am Lenkrad, mit denen man Wasser auf den Ladeluftkühler sprühen konnte, um die Leistung zu verbessern. Als einzige Getriebe-Option stand eine manuelle Sechsgang-Schaltung zur Verfügung, die Kraft wurde wie üblich vom berühmtem Allradsystem von Subaru verteilt.

Auch aussen stellte der S209 seinen Leistungssprung doch deutlich zur Schau. Das neue Bodykit kam mit stattlichen Kotflügelaufsätzen, die das Auto gegenüber dem normalen WRX STI um 4,3 Zentimeter in die Breite zogen; die Spur wuchs vorne wie hinten um 1,5 Zentimeter. Sämtliche Spoiler, der monumentale Heckflügel sowie das Kohlefaserdach kamen eins zu eins vom 24-Stunden-Rennwagen. Für mehr Grip sorgten speziell für den S209 entwickelte 265/35er Dunlop GT600A-Reifen, die auf feinen 19-Zoll-BBS-Schmiederädern sassen. Dahinter verbargen sich Brembo-Stopper mit Sechs-Kolben-Sätteln vorne und Zwei-Kolben-Sätteln hinten. Der Subi erhielt auch noch spezielle Bilstein-Dämpfer und straffere Federn, Verstrebungen an Front und Heck brachten mehr Steifigkeit in die Hütte.

Dieses Exemplar hier wurde mit nur 37 Meilen auf dem Tacho über LBI Limited verkauft. Man darf davon ausgehen, dass es nicht wirklich günstig war, vom S209 gab es ja auch nur, drei Mal dürfen Sie raten, wie viele Exemplare. Mehr interessante Japaner gibt es unter «Sayonara». Und sonst ist da noch das Archiv.

Der Beitrag Sayonara: Subaru WRX STI S209 erschien zuerst auf radicalmag.