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Pebble Beach 2017

Published in radical-mag.com

Der Wahnsinn geht weiter

Es ist traurig, aber wahr: Europa gerät im Vergleich zu den Vereinigten Staaten immer mehr ins Hintertreffen. Zumindest, wenn es um klassische Automobile geht (wobei das Donald Trump sicher auch auf seine orangen Haare nimmt, wir erwarten einen Tweet). Während die letzten grossen Auktionen – selbstverständlich immer mit Ausnahmen – in Europa nur so mittelmässig liefen, darf man für die Klassiker-Woche Mitte August im Umfeld des Concours d’Elegance in Pebble Beach 2017 wieder einmal mit Rekordzahlen rechnen. Was RM Sotheby’s, Bonham’s, Gooding & Co. an automobilen Preziosen auffahren lassen werden in Kalifornien, dürfte wieder einmal für grossartige Zuschlagszahlen sorgen. Noch sind die «Startfelder» nicht genau definiert, aber zwei Favoriten stechen heraus.

Bei Gooding & Co. ist es sicher der Porsche 917, mit dem Brian Redmann 1970 in Le Mans die schnellste Trainingsrunde drehte. 024, wie der Wagen genannt wird, spielte ausserdem die Hauptrolle in «Le Mans», dem denkwürdigen Film von Steve McQueen; der Wagen gehörte damals dem legendären Schweizer Rennfahrer Jo Siffert, der ihn für die Filmaufnahmen an den «King of Cool» vermietete. Der grossartige Rennwagen mit seinem 5-Liter-V12 wurde in kürzlich von der Graber Sportgarage im bernischen Toffen komplett restauriert – und soll zwischen 13 und 16 Millionen Dollar bringen.

Ebenfalls bei Gooding auf der Liste: Ein Alfa Romeo 33/TT/12, der 1975 drei Läufe der Sportwagen-Weltmeisterschaft für sich entscheiden konnte. Mit einem Schätzpreis von 2,4 bis 2,8 Millionen Dollar ist er im Vergleich zum 917 allerdings ein Schnäppchen. (Photos hier allerdings bloss typähnlich, wir suchen noch…)

Noch teurer dürfte der Aston Martin DBR1 aus dem Jahre 1956 werden, den RM Sotheby’s anbietet. Es handelt sich hier um den ersten DBR1 überhaupt, fünf Exemplare wurden insgesamt gebaut; 1959 gewann eines dieser Fahrzeuge (DBR1/2) die 24 Stunden von Le Mans, am Steuer Carroll Shelby und Roy Salvadori. Für den DBR1/1, der eine Ikone des englischen Motorsports ist, werden bis zu 20 Millionen Dollar erwartet.

Wir bleiben dran, erwarten Sie hier weitere schöne Wagen.

Der Beitrag Pebble Beach 2017 erschien zuerst auf radicalmag.

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