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Peter Vincent: Hot Rods

Published in Blog
Ist heute schon Weihnachten? Eben kam mein Kollege Nikolaus "Automarktblogger" Eickmann vorbei und drückte mir "Hot Rods" von Peter Vincent aus dem Motorbuch Verlag in die Hand. Ich bin der Meinung, dass jeder das Buch haben sollte ... also rauf damit, auf den Wunschzettel!


Aus dem Wachzettel:

"Hot Rods, das sind aufgemotzte, stark motorisierte, oftmals fantasievoll bemalte Oldtimer aus dem Amerika der 30er- und 40er-Jahre, in denen sich Nostalgie und Hochleistung auf faszinierende Weise mischen. Ihre Fans kommen in diesem Buch zu Wort; sie erzählen, worin die Faszination dieses Hobbys besteht, das für sie längst zur Passion geworden ist. Die Objekte ihrer Leidenschaft hat Peter Vincent kongenial in Szene gesetzt, denn er versteht es wie kein Zweiter, in jedem der Fotos die Anziehungskraft dieser einzigartigen Fahrzeuge einzufangen. Oldtimerfreunde wie auch Liebhaber automobiler Fotokunst werden begeistert sein!"

Klappentext:

Hot Rods sind Oldtimer der ganz besonderen Sorte. »Rod« kommt von der »connection rod« und ist englisch für die Pleuelstange, und das zeigt schon die Richtung an: Heiße Pleuel, Tuning bis zum Abwinken. Die Blütezeit der Hot Rods begann in den späten 1940er Jahren. Die jungen Leute, ständig knapp bei Kasse, suchten möglichst billige Autos, um damit ihren Spaß zu haben. Und was machte mehr Spaß, als an den Karren herumzuschrauben - und die immer wieder neu gestellte Frage zu beantworten: Wer ist schneller?

Das billigste, was damals zur Verfügung stand, waren die Wracks und Teile der millionenfach gebauten Ford-Typen, der T- und A-Modelle. Die wurden in zahlreichen Hinterhöfen aufgemöbelt, wer dort wohnte, konnte sich kein ordentliches Autos leisten - oder wollte einfach nur herumbasteln. Und zu wenig Power hatten die Ford sowieso, so dass man sich auf die Suche nach dem »Deuce« machte, den A-Nachfolgemodellen von 1932. Die waren mit einem Achtzylindermotor zu haben. Da machte eine Leistungssteigerung auch Sinn. Doch dann gingen die Arbeiten erst richtig los: Die Motoren wurden getunt (wobei auch zahlreiche andere V8 zum Einsatz kamen), die Rahmen gechannelt (man schweißte eine Wanne ein, was die Karosserie tiefer legte), die Dächer gechoppt (erniedrigt durch Kürzungen an A, B und C-Säule), die Aufbauten gecleant (Karosserieöffnungen verschlossen, Türgriffe abmontiert) und die Autos gebobbt (alles, was nicht unbedingt dem Fahren dient, abgebaut, um Gewicht zu sparen). Denn darum ging es in erster Linie: Schnell sein, schneller als alle anderen.

So kam es zu den Dragraces, den Beschleunigungsrennen über die kurze Distanz, etwa die Quartermile (400 Meter). Zum Mekka dieser Klientel entwickelten sich die Salzseen-Landschaften der USA: Muroc, El Mirage und, vor allem, die Salt Flats von Bonneville, auf denen seit mehr als 50 Jahren die »Speedweek« ausgetragen wird. Das Hot Rodding hat inzwischen längst die Schmuddelecke verlassen und entwickelte sich von einer automobilen Subkultur zu einer der spektakulärsten Spielarten des US-Customizings. Eine klassische Oldtimer-Restaurierung allerdings sieht definitiv anders aus. Das soll nun aber nicht heißen, das nicht ein besonderes handwerkliches Können oder eine entsprechende Kunstfertigkeit gefragt wäre, ganz im Gegenteil: Kompressor, Benzineinspritzung, Lufthutzen und hohe Lufttrichter, Fächerkrümmer - man muss schon eine ganze Menge von Autotechnik und -tuning verstehen, um daraus funktionierende Fahrzeuge zu machen. Und wie die funktionieren: Eine besondere Gattung Hot Rods wurde nämlich so weit umgebaut, dass man damit auf die Jagd nach Hochgeschwindigkeitsrekorden gehen konnte. 400, 500 oder gar 600 Stundenkilometer mit Fahrzeugen zu erreichen, deren Rahmen zum Beispiel aus den dreißiger Jahren stammen - mit der traditionellen Oldtimerei hat das nicht viel zu tun, dafür aber sehr viel mit Kunst und Können.

Kein Wunder also, dass Hot Rods Kult sind - und auch in Deutschland immer populärer werden: Modellautos, Magazine, Fernsehsendungen machen diesen speziellen American Way of Drive auch in unseren Breiten bekannt. In den USA gehört der Autor und Fotograf Peter Vincent zu den populärsten Hot Roddern überhaupt. Seine Bilder haben längst Eingang in die Welt der Galerien und Museen gefunden. Sein bisher größter Erfolg war die Ausstellung seiner Bilder im Museum of Modern Art in San Francisco 2002.

Hier kann das Buch für EUR 49,90 bestellt werden.

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